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Lymphsystem

Neben den Blutgefäßsystem durchzieht das Lymphgefäßsystem als weit verzweigtes Netz den Körper. Der Inhalt der Röhren ist Lymphe, eine Flüssigkeit, die aus die aus dem Körper stammt, bestimmte Filterstationen - die Lymphknoten - durchläuft und dann wieder dem Blut zugeführt wird. Befinden sich jetzt krankmachende Keime in dieser Lymphe, so können diese in den Lymphknoten ausgefiltert werden und führen hier zu Reaktionen, die als Umfangsvermehrungen der Lymphknoten sichtbar werden.

Einige wesentliche Lymphknoten

1. Ohrspeicheldrüsenlymphknoten

2. Unterkieferlymphknoten

3. Oberflächliche Halslymphknoten

4. Achselhöhlenlymphknoten

5. Oberflächliche Leistenlymphknoten

6. Kniekehllymphknoten

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Aktiver Bewegungsapparat Skelettmuskulatur

Die Bewegung der Gelenke erfolgt durch die Einwirkung der Muskeln. Jeder Muskel besitzt einen Ursprungsbereich, der oberhalb des Gelenks liegt und einen Ansatz unterhalb des Gelenks. Wird jetzt der Muskel durch einen Nervenreiz veranlasst sich zusammenzuziehen, so verkürzt er sich. Da zwischen Ursprung und Ansatz das Gelenk liegt, können die Knochen bei der Verkürzung bewegt werden. Als wesentliche Wirkungsgruppen unterscheidet man u. a. unter den Muskeln nach ihrer Funktion Beuger, Strecker und Dreher. Die Wirkungsweise eines Muskels hängt immer von der Lage seines Ursprungs und Ansatzes ab.

Darstellung der oberflächlich gelegenen Muskulatur:

1. Oberlippenheber 

14. Unterer gezahnter Muskel

27. Äußerer schiefer Bauchmuskel

2. Kiefernasenmuskel 

15. Schulter - Halsmuskel

28. Mittlerer Kruppenmuskel

3. Lippenschließmuskel

16. Deltamuskel  29. Spanner der Schenkelfaszie 
4. Backenmuskel 

17. Dreiköpfiger Muskel

30. Schneidermuskel 

5. Äußerer Kaumuskel 

18. Äußerer Speichenmuskel

31. Oberflächlicher Kruppenmuskel 

6. Jochmuskel  

19. Gemeinsamer Zehenstrecker

32. Zweiköpfiger Oberschenkelmuskel

7. Schläfenmuskel 

20. Seitlicher Zehenstrecker

33. Halbsehniger Muskel 

8. Brustzungenbeinmuskel

21. Äußerer Ellenbogenmuskel 

34. Vorderer Schienbeinmuskel

9. Niederzieher der Ohrmuschel

22. Innerer Ellenbogenmuskel  

35. Langer Zehenstrecker 

10. Brustbein - Kopfmuskel

23. Aufwärtszieher des "Daumens" 

36. Langer Wadenbeinmuskel

11. Schlüsselbein - Halsmuskel

24. Breiter Rückenmuskel 37. Tiefer Zehenbeuger  

12. Schlüsselbein- Oberarmmuskel

25. Tiefer Brustmuskel 

38. Fersensehnenstrang  

13. Trapezmuskel 

26. Gerader Bauchmuskel

 

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Passiver Bewegungsapparat Knochen und Gelenke

Das tragfähige Skelettsystem gibt dem Hundekörper seine Stabilität und schützt gleichzeitig empfindliche Organe wie Herz und Lunge und das Gehirn im Kopf. Durch gelenkige Verbindungen der einzelne Knochen untereinander ist überhaupt eine Fortbewegung möglich. Bei den Gelenken kann man einen Beugewinkel und einen Streckwinkel unterscheiden. Wird das Gelenk gebeugt, so werden die freien Enden der Knochen des Gelenkes einander genähert, wird es gestreckt, entfernen sich die Knochenenden voneinander. Zur Ausführung der Vielzahl der Bewegungsabläufe sind die einzelnen Gelenke sehr unterschiedlich gebaut und haben verschiedene Bewegungsradien.

Darstellung des Knochengerüstes:

1. Zwischenkieferbein

13. Brustbeinanfang

25. Vorderfußwurzel

2. Oberkieferbein 

14. Brustbeinende

26. Vordermittelfuß

3. Stirn 

15. 3. Brustwirbel

27. Vorderzehen

4. Hirnschädel  

16. 13. Brustwirbel

28. Becken

5. Jochbogen  

17. 1. Lendenwirbel

29. Hüftgelenk

6. Unterkiefer  

18. Lendenwirbel

30. Oberschenkel

7. Augenhöhle 

19. Kreuzbein

31. Kniescheibe

8.  1. Halswirbel

20. Schwanzwirbel

32. Schienbein

9.  6. Halswirbel

21. Schulterblatt

33. Schienbein

10.  1. Rippe

22. Oberarm

34. Hinterfußwurzel

11. 12. Rippe

23. Speiche

35. Hintermittelfuß

12. Fleischrippe = 13.Rippe

24. Elle

36. Hinterzehen

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Verdauungsorgane

Im Bereich der Maulhöhle befinden sich die kräftig ausgebildeten Zähne, von denen die Hakenzähne oder Fangzähne auffallen. Besondere Bedeutung für die Nahrungsaufnahme haben im Oberkiefer und Unterkiefer die Reißzähne, mit denen die Hunde die Nahrung abreißen. Diese Nahrung wird in der Maulhöhle eingespeichelt (Speicheldrüsen) und dann durch die Speiseröhre in den Magen transportiert, wo die Verdauung eingeleitet wird. Die Nahrung wird im Dünndarm mit den Abschnitten Zwölffingerdarm (11), Leerdarm und Hüftdarm weiter aufgespalten, wobei Verdauungssäfte aus der Leber (9) und der Bauchspeicheldrüse helfen. Im Dickdarm mit den Abschnitten Blinddarm, Grimmdarm und Enddarm (12) wird die Verdauung beendet und die nicht verdauten Reste werden zum Kot eingedickt. Leber (9) und Bauchspeicheldrüse unterstützen durch Abgabe bestimmter Säfte die Verdauungstätigkeit.

Körperspeicheldrüsen und Körperhöhlenorgane

1. Ohrspeicheldrüse

5. Vorderer Lungenlappen

9. Rechte Leberhälfte

13. Netz

2. Unterkieferdrüse

6. Mittlerer Lungenlappen

10. Magen

14. Niere

3. Unterzungendrüse

7. Hinterer Lungenlappen

11. Zwölffingerdarm

15. Harnleiter

4. Oberkieferbackendrüse

8. Herz

12. Enddarm

16. Blase

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Körperhöhlenorganübersicht

Das Herz ist die Pumpe des Körpers, die für den Bluttransport sorgt. Über die Venen gelangt das sauerstoffarme, verbrauchte Blut zur rechten Herzhälfte und wird von hier zur Lunge gepumpt. Die Lunge versorgt das Blut mit Sauerstoff, der für alle Vorgänge im Körper von Bedeutung ist. Von der Lunge gelangt das Blut zurück ins Herz, in dessen linke Hälfte, und wird jetzt durch das Herz in die Hauptschlagader (3) gepumpt, von wo aus es sich über die Arterien und Kapillaren im Körper verteilt und über die Venen zur rechten Herzhälfte zurückfließt.

Herz und Kreislauf

 

1. Luftröhre

5. Zwerchfell

9. Netz

2. Herz

6. Leber

10. Niere

3. Hauptschlagader

7. Magen

11. Harnleiter

4. Speiseröhre

8. Milz

12. Blase

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Luftwege

Die Atemluft gelangt durch die Nase in die Lunge. In der Nase wird die Luft angewärmt und angefeuchtet. Diese Anfeuchtung ist für die Sättigung der Luft in der Nase mit Dampf und das Verdunsten der Produkte der Drüsen in der Nase von Bedeutung. Hierdurch wird das Riechen wesentlich unterstützt. Die so präparierte Luft gelangt durch den Kehlkopf unter Kreuzung des Verdauungsweges in die Luftröhre und von hier in die Bronchien. Diese verzweigen sich vielfach in den Lungen bis zu feinen Bläschen, durch deren Wand hindurch der Austausch des mit der Luft eingeströmten Sauerstoffes und des aus dem Blut stammenden Kohlendioxid erfolgt. Dieses Gas wird bei der Ausatmung in die Umwelt abgegeben. Die Luft kann auch über die Maulhöhle aufgenommen werden, was aber nur bei starker Belastung erfolgt. Der Hund benutzt dieses Hecheln oft, wobei gleichzeitig eine vermehrte Flüssigkeitsverdunstung erfolgt.

Körperhöhlenorgane und Atemwege einer Hündin

1. Nasenhöhle

7. Speiseröhre

13. Dünndarm

2. Atmungsrachen

8. Zwerchfell

14. Enddarm

3. Luftröhre

9. Leber

15. Niere

4. Vorderer Lungenlappen

10. Magen

16. Harnleiter

5. Mittlerer  Lungenlappen

11. Magenausgang

17. Blase

6. Hinterer Lungenlappen

12. Zwölffingerdarm

18. Eierstock

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Männliche Geschlechtsorgane

Man unterscheidet hier die zwei Keimdrüsen - Hoden, die die Samenzellen bilden, die zwei Nebenhoden , die die Samenzellen speichern, die zwei Samenleiter, durch die die Samenzellen transportiert werden und die Vorsteherdrüse , die zu dem Samen noch bestimmte Sekrete dazugibt. Durch die Harnröhre, in die die Samenleiter münden und die dem Glied von unten anliegt, wird der Samen in die Gebärmutter der Hündin abgegeben. Das Glied des Rüden besitzt zwei Besonderheiten:

1. liegt in seinem Inneren ein Knochen, der dem Organ eine Stabilität gibt und

2. ist in seiner Wand ein Schwellknoten gelegen, der beim Deckakt anschwillt und für das "Hängen " sorgt.

Niemals darf man hängende Hunde gewaltsam trennen, da es zu Verletzungen beider Tiere kommen kann.

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Weibliche Geschlechtsorgane

Diese gliedern sich von vorn nach hinten in zwei Eierstöcke, zwei Eileiter, die Gebärmutter mit ihren beiden Hörnern und dem kurzen Körper, den Gebärmuttermund sowie der Scheide und den Scheidenvorhof. Beim Deckakt liegt das Glied in der Scheide und der Samen wird in die Gebärmutter abgegeben. Am Eierstock sind zu dieser Zeit Eizellen freigeworden, die in den Eileiter fallen. Hier treffen sie auf die aktiv vorwärts wandernden Samenfäden und es kommt zur Befruchtung. Die befruchteten Eizellen gelangen in die Gebärmutter, wo sie sich festsetzen und zu Welpen entwickeln.

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Das Zahnschema

Der Hund hat, wie jedes Säugetier, ein Milch- und ein bleibendes Gebiss.

Im Milchgebiss hat er nur 28 Zähne, es fehlen hier die Prämolaren 1 und die Molaren. Das vollständige Gebiss hat 42 Zähne, 20 im Oberkiefer und 22 im Unterkiefer. Der weisse Schäferhund hat ein Scherengebiss, das heißt, die Schneidezähne greifen scherenartig übereinander.

Aufgabe der Zähne

Die vier Fang- oder Hakenzähne, die stärkeren sitzen im Oberkiefer, dienen dem Hund zum zufassen und festhalten, beides unter Mitwirkung der Schneidezähne, die Schneidezähne zum Zerteilen der Nahrung, die Backen-, Lücken- und Mahlzähne schließlich zum oberflächlichen Zerkauen der von den Schneidezähnen losgerissenen großen Brocken und zum Zermalmen der Knochen. Die vier größten unter den Backenzähnen, überhaupt die mächtigsten des ganzen Gebisses, heißen auch Reiß- oder Fleischzähne.

Beginn der Zahnung

Der Welpe wird zahnlos geboren. In der Dritten Woche beginnen etwa die Schneidezähne durchzubrechen; die Zangen des Unterkiefers kommen zuerst. Mit Beginn der vierten Woche bilden sich die Fangzähne, während die Lückenzähne zwischen der vierten und achten Woche durchbrechen. Kurz darauf bzw. Anfang des vierten Monats beginnt der Zahnwechsel, so dass der Hund mit dem achten bzw. neunten Monat alle seine Zähne hat. Ein Hund, der alle seine Zähne hat, ist somit dreivierteljährig. Der Zahnwechsel kann durch Erkrankung oder durch fehlerhafte Haltung um einige Wochen verzögert werden.

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Die Blutgruppen beim Hund

Es kommt immer wieder die Frage auf, wie es sich im Falle einer notwendigen Bluttransfusion verhält. Dazu muss man erstmal wissen, dass beim Hund zurzeit 13 Blutgruppen bekannt sind. Sie werden bezeichnet mit DEA (Dog erythrocyte antigene) 1.1; 1.2; 2;3 usw. jeweils in positiv und negativ. Bei Ersttransfusionen ist kaum mit einer Unverträglichkeit zu rechnen, da Hunde keine vererbten Antikörper gegen andere Blutgruppen. Wird dabei allerdings das Blut eines inkompatiblen Spenders verabreicht, kommt es innerhalb weniger Tage zur Bildung von Antikörpern und damit zu einer Sensibilisierung. Dies kann zu allergischen Reaktionen bei nachfolgenden Bluttransfusionen führen.  Es wird im Prinzip nur auf DEA 1.1 getestet, da diese Blutgruppe die ist, die am ehesten Schwierigkeiten bereitet.

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