Begriffe der Tiermedizin                                                                             zurück

Wie in der Humanmedizin stehen wir doch alle einmal vor dem Rätsel, was uns der Tiermediziner gerade sagen wollte. Daher ist hier eine kleine Übersicht über ein paar dieser Begriffe.

Begriff Bedeutung
Abdomen Bauchhöhle, ist von der Brusthöhle durch das Zwerchfell getrennt. Die Bauchhöhle wird von Bauchfell ausgekleidet. Sie enthält die Bauchorgane
Abszess örtlich begrenzte Ansammlung von Eiter in einer Gewebehöhle, die durch krankhafte Vorgänge (Infektion) entstanden ist.
Absorbtion, absorbieren Absorbieren bedeutet chemisch das sich Auflösen eines Gases in einem flüssigen Stoff und physikalisch die Intensitätsschwächung einer Strahlung beim Durchdringen einer Materie.
Adenom Ein Adenom ist eine gutartige Geschwulst aus Schleimhaut oder Drüsengewebe und kann generell jedes Organ betreffen.
Adsorption, adsorbieren Vorgang, bei dem z.B. Moleküle an eine Oberfläche angelagert werden, meistens stehen freie Moleküle und angelagerte Moleküle im Gleichgewicht, dieser Vorgang ist also reversibel.
Alopzie Haarlosigkeit, (Federlosigkeit), Haarausfall Bezeichnung für das Fehlen von Haaren in Hautbereichen, die physiologischerweise behaart sein sollten. Es treten verschiedene Formen auf: angeboren (Alopecia congenita) oder erworben, lokal (Alopecia areata) oder generalisiert (Alopecia generalisata). Als mögliche Ursachen werden Missbildungen, schwere Organ- oder Infektionskrankheiten, Vergiftungen, endokrine Störungen und Ernährungsstörungen genannt.
Analdrüse Paarige Afterdrüse seitlich des Anus
anaphylaktischer Schock Allergieschock. Der anaphylaktische Schock ist die stärkste Form der Allergie vom sogenannten Soforttyp (sofortige überempfindlichkeits-Reaktion) und kann z.B. durch Insektengifte, Nahrungsmittel, Infusionen oder Medikamente ausgelöst werden.
Anämie, anämisch Verminderung der roten Blutkörperchen, Blutarmut
Anorexie Futteraufnahmeverweigerung
Antibiose  Behandlung mit Antibiotika
Antidot  Gegengift
Antikoagulans Blutgerinnungshemmende Substanz
Antiphlogistikum  Entzündungshemmendes oder –abschwächendes Arzneimittel, wirkt u.a. durch Hemmung der Histaminbildung
Antimyotika Medikamente, die eine Vermehrung von Bakterien oder Protozoen hemmen.
Aphte Schmerzhafte, oft in Vielzahl auftretende Blase im Bereich der kutanen Schleimhaut oder der unbehaarten Haut.
Aujezkysche Krankheit Pseudowut. Wird durch einen Virus hervorgerufen, der hauptsächlich bei Schweinen vorkommt. Die Infektion der Hunde geschieht vorwiegend über den Verzehr von nicht gegartem Schweinefleisch. Die Krankheit verläuft beim Hund tödlich, ist aber für den Menschen nicht ansteckend. Die Symptome sind denen der Tollwut ähnlich.
Ataxie Störung der Bewegungskoordination, die ihre Ursachen im zentralen Nervensystem oder im peripheren System. Ataxie äußert sich vor allem in überschüssigen, ausfahrenden Bewegungen. Der Kraftaufwand kann nicht zweckentsprechend dosiert werden.
Arthrose Degeneratives, nichtentzündliches Gelenkleiden.
Atrio-Ventricular-Klappen Herzklappen zwischen Vorkammer (Atrium) und Hauptkammer (Ventrikel) beider Herzhälften, die den Blutstrom regeln.
Ascaridose  Spulwurmbefall
Aspergillose Bei der Aspergillose handelt es sich um die meist schleichend verlaufende Besiedelung der Atmungsorgane (Nase, Lunge, Luftsäcke) mit Schimmelpilzen. Die namensgebenden Aspergillen (flavus, niger, fumigatus) sind die am häufigsten vorkommenden Krankheitserreger, aber auch Mukor, Penicillium und andere Schimmelpilze führen zu den gleichen Symptomen.
Auskultation Behorchen, Abhorchen des Körpers unmittelbar (ohne Hilfsmittel, mit dem Ohr) oder mittelbar mit dem Stethoskop. Auskultiert werden die physiologisch im Körper entstehenden Geräusche (Herz, Lunge, Darm, Magen, Trachea), um krankhafte Veränderungen oder Ausfall der Geräusche zu ermitteln.
BARF  Biologisches Artgerechtes Rohes Futter
Biopsie Entnahme von Gewebe durch Herausschneiden mit Skalpell, Punktion mit einer Kanüle, Ergreifen mit einer Zange. Die Probe wird dann mikroskopisch untersucht.
Bilirubin Gelber Gallenfarbstoff, Abbauprodukt der roten Blutkörperchen
Bronchodilatoren Bronchienerweiternde Medikamente.
Caninus Eckzahn, Fangzahn, Hakenzahn, Hundezahn. Große Eckzähne, die im vorderen Unter- und Oberkieferbereich sitzen und zum Festhalten (Fangen) der Beute dienen. Bei kleinen Rassen kommt es häufig vor, dass der Fangzahn nicht wechselt. Gelingt es nicht, den Zahn zu lockern, muss er spätestens im Alter von 9 Monaten vom Tierarzt in Narkose gezogen werden.
Chlamydien Chlamydien bilden eine Gattung der Bakterien. Sie können eine Vielzahl von Lebewesen infizieren, auch den Menschen. Chlamydien lösen hier insbesondere Erkrankungen (Chlamydiose) der Schleimhäute im Augen-, Atemwegs- und Genitalbereich aus mit teilweise schwerwiegenden Folgen wie Erblindung oder Unfruchtbarkeit.
Dermatitis Hautentzündung, bei der auch die tieferen Hautschichten einbezogen sind .
Diarrhö  Durchfall
Diuretika Medikamente, die die Nierenausscheidung anregen.
Drainage Ableitung von Wundsekret durch eine Öffnung mit Gazestreifen oder einem kleinen Schlauch.
Diskopathie Bandscheibenschaden
Dispensierecht Das Recht des Tierarztes, Medikamente nicht nur zu verschreiben, sondern auch selbst herzustellen und abzugeben. Im Gegensatz zum Humanmediziner darf der Tierarzt auch eine Apotheke führen.
Dityocaulus filaria  siehe Lungenwürmer
Dyspnoe Der aus verschiedenen Ursachen gegebene Zwang, angestrengt zu atmen. Ursachen sind Störungen der Belüftung, Diffusion oder Durchströmung der Lunge, Schädigung des Atmungszentrums, Herzerkrankungen oder fortgeschrittene Anämien.
Ehrlichiose Ehrlichiose ist eine durch Bakterien verursachte Infektionskrankheit der Hunde. Bei der Ehrlichiose kennt man 6 verschiede Erreger-Arten. sie unterscheiden sich bezüglich ihres Siedlungsortes im Hund, d.h. welche Zellen sie befallen, der geschädigten Organe und ihrer geografischen Verbreitung
Ektoparasiten  Parasiten, die auf der Körperoberfläche (auf bzw. in der Haut, im Haar- und Federkleid) ihres Wirtes lokalisiert sind, bzw. in oberflächlichen Körperhöhlen, die in unmittelbarer Verbindung zur Außenwelt stehen, wie z. B. die Kiemenräume bei Fischen.
Endoparasiten  Parasiten, die im Innern ihres Wirtes leben. Nach ihrem Aufenthaltsort werden u. a. Darmparasiten, Gewebeparasiten, Blutparasiten unterschieden.
Enteritis Darmschleimhautentzündung, das auffälligste klinische Zeichen ist der Durchfall. Die wesentlichsten Folgen sind die Austrocknung des Organismus und bei chronischen Formen die verschlechterte Nahrungs- und Vitaminaufnahme durch den Körper, Abmagerung und Anämie.
Enzephalitis Sammelbezeichnung für Entzündungsvorgänge im Gehirn
Extremitäten  Gliedmaßen
Exzitation  Aufregung, Erregung
Exzikkose Austrocknung des Körpergewebes durch Flüssigkeitsverlust. Wird beim betroffenen Hund eine Hautfalte hochgezogen, bleibt sie kurze Zeit »stehen«.
Fang Mund, Maul beim Hund
Fistel Schlecht heilende röhrenförmige Wunde. Eine Fistel besteht aus der trichterförmig eingezogenen Fistelöffnung, dem Fistelkanal und dem Fistelgrund.
Follikel Bezeichnung für epithelausgekleidete Bläschen (z.B. Tertiärfollikel des Ovars, Schilddrüsenfollikel), aber auch für solide Gebilde (z.B. Primär - u. Sekundärfollikel des Ovars) und für Zellverdichtungen (z.B. Lymphfollikel, Haarfollikel)
Follikulitis  Oberflächliche, eitrige Entzündung der Haarbälge.
Fötus Auch Fetus, Frucht
Fraktur Bruch, Zusammenhangstrennung eines Knochens durch direkte oder indirekte Gewalteinwirkung
Hämatom  Bluterguss
Hämoglobin Roter Blutfarbstoff, Bestandteil der roten Blutkörperchen. Besteht aus einem Eiweißteil und einem Eisenanteil. Wichtigste Funktion ist der Sauerstofftransport und der Sauerstoffaustausch im Gewebe, der CO2- Abtransport über Lunge und Haut, und die Beteiligung an der Pufferung des Blutes.
Heterosiseffekt Kreuzungsvitalität. Kreuzt man Vertreter verschiedener Hunderassen oder -mischungen, nimmt die Widerstandskraft gegenüber Krankheiten und die Fruchtbarkeitsrate zu.
Hernie Vortreten von Eingeweiden aus dem Bauchraum in eine sackartige Ausstülpung des Bauchfells durch eine Lücke in den Bauchdecken. Die Eingeweide treten unter die Haut oder in benachbarte Hohlräume. Hernien können angeboren oder erworben sein.
Herzinsuffizienz Gegenüber den Anforderungen ungenügende Leistung des Herzens. Die Leistung des ganzen Herzens kann unzureichend sein, es können aber auch das linke und das rechte Herz in die ihnen angeschlossenen Kreisläufe zu wenig Blut mit zu niedrigem Druck pumpen (Links- oder Rechtsinsuffizienz)
Hüftgelenkdysplasie Angeborene oder Erworbene Fehlbildung des Hüftgelenks griech: dys=fehl, plasie=bilden
Hyperkortisolismus Cushing-Syndrom, Morbus Cushing. Hyperkortisolismus ist eine durch zu hohe Kortisol-Konzentrationen (Mengen) im Blut verursachte Erkrankung. Kortisol ist ein Hormon (körpereigener Signalstoff), das in der Nebennieren-Rinde gebildet wird und bedarfsabhängig ins Blut ausgeschüttet wird.
Hypochlorämie Chlormangel im Blut, der durch den Verlust von Salzsäure bei wiederholtem Erbrechen entstanden ist und einen ständigen Brechreiz hervorruft. Der Mangel kann durch Kochsalz-Infusionen oder Salz im Futter ausgeglichen werden.
Ikterus Gelbsucht. Gelbverfärbung der Schleimhäute und der Haut durch vermehrtes Auftreten von Gallenfarbstoffen im Blut vorwiegend bei Leberschaden.
Immun Geschützt, unempfänglich gegenüber einer Infektion.
Immunisierung  Erzeugung einer Immunität = Krankheitsabwehr   
Immunfluoreszenz Nachweismethode, bei der leuchtende (fluoreszierende) Antikörper in Hautschnitten unter dem Mikroskop untersucht werden. Diese Antikörper weisen auf Autoimmunkrankheiten hin
Inappetenz  Freßunlust
Injektion Anwendung/Gabe einer Spritze zur Verabreichung eines Medikaments.(z.B. intravenös = iv = in die Vene)(intramuskulär = im = in den Muskel)
Inkarzeration Schmerzhaftes Abschnüren und entzündliches Verwachsen von Eingeweide-Brüchen
Inkubationszeit Zeit zwischen Ansteckung und Ausbrechen einer Krankheit.
Intoxikation  Vergiftung
Intubation Einführung eines Schlauches in die Luftröhre
Kapillare Füllungszeit (KFZ) Die KFZ wird bei der klinischen Feststellung von Schockzuständen eingesetzt. An gut zugänglichen Schleimhäuten, z. B. Zahnfleisch, wird durch Daumendruck ein lokale Blutarmut hergestellt. Innerhalb von 2-3 sec. ist bei Gesunden dieser blutleere Bezirk verschwunden und nimmt die gleiche blass rosa Färbung wie die Umgebung wieder an. Füllzeiten von mehr als 3 sec. weisen auf einen Schock hin.
Kastration Beim Rüden: Entfernung der Hoden wegen Aggressivität, übersteigertem Geschlechtstrieb, Prostataerkrankungen oder Hodentumor. Bei der Hündin: Entfernung der Eierstöcke und eines großen Teils der Gebärmutter zur Verhinderung der Läufigkeit, Schwangerschaft und Scheinträchtigkeit, auch vorbeugend gegen Brust- und Gebärmutterkrebs sowie Gebärmutterentzündung.
Katarakt /Katarrhakt   grauer Star
Kennel Cough, Zwingerhusten  Besonders in Hundezuchten, größeren Zwingern und in Tierheimen auftretende Atemwegserkrankungen der Hunde, die mit einfachen, aber langandauernden Bronchitiden (Bronchitis = Entzündung der Bronchialschleimhaut) oder auch mit Pneumonien (= Lungenentzündung) einhergehen. Es liegen meist mehrere Krankheitsursachen kombiniert vor: Parainfluenza-2-Virus (vorherrschend), Staupe-, Adeno-, Reo- oder Herpes-Viren (ursächlich beteiligt).
Kortison Medikament, das in der Art und Wirkung dem in der Nebennierenrinde (Cortex) des Körpers gebildeten Kortisol ähnlich ist und wegen seiner entzündungshemmenden, juckreizdämpfenden, appetitfördernden, schmerzlindernden und aufputschenden Wirkung viel zu oft verwendet wird. Bei Allergien, Autoimmunkrankheiten, chronischen Hautkrankheiten und Gelenkserkrankungen ist es unersetzlich und bringt gute Heilerfolge.
Konzeption Empfängnis, Befruchtung, Zeugung
Kruppe Als Kruppe bezeichnet man jene Körperregion des Hundes, die vom Kreuzbein über die ersten vier Rutenwirbel verläuft.
Kryptorchismus Verborgenhodigkeit: Die Hoden befinden sich nicht im Hodensack, sondern in der Bauchhöhle oder im Leistenkanal. Kryptorchismus führt zu Störungen der Spermienbildung.
Kortisol Kortisol ist ein Hormon (körpereigener Signalstoff), das in der Nebennieren-Rinde gebildet wird und bedarfsabhängig ins Blut ausgeschüttet wird
Kupieren Das Abschneiden oder Kürzen von Ohren und Schwanz bei bestimmten Rassehunden (z.B. Stehohr bei Boxer, Dogge, Dobermann, Stummelschwanz bei Boxer, Schnauzer). Kupieren der Ohren ist in Deutschland und in der Schweiz seit 1990 verboten. Der Schwanz darf bis zum Alter von 3 Monaten kupiert werden.
Kynologie Die Lehre von der Zucht.
Leberwerte Laborwerte, die krankhafte Veränderungen der Leber anzeigen.
Lebendvakzine Impfstoff aus abgeschwächten Erregern.
Leptospirose  Fieberhafte Infektionskrankheit des Menschen und der Tiere, die von Leptospiren, meist der pathogenen d.h. krankmachenden Art Leptospira interrogans, verursacht wird.(Leptospiren = Mikroorganismen)
Letalfaktor Erbanlage, die zu Totgeburten oder hoher Welpensterblichkeit führt. Von Semiletalfaktor spricht man, wenn das Tier aufgrund einer Erbkrankheit vor der Geschlechtsreife oder bis zum Alter von 6 Monaten stirbt. Oft wird der Letalfaktor wegen erwünschter Zuchtmerkmale, z.B. Weißfleckigkeit von Tigerdackeln, bewusst in Kauf genommen.
Leukämie überwiegend nur in der Humanmedizin verwendeter Begriff, an dessen Stelle in der Veterinärmedizin die Bezeichnung Leukose benutzt wird.
Leukose Sammelbegriff für Geschwülste des blutbildenden Gewebes mit oder ohne Ausschwemmung neoplastischer Zellen ( = mit einer Neubildung, Geschwulst zusammenhängend) in das Blut. Die Leukose ist eine heimtückische Virusinfektion mit schleichendem Verlauf. Oft erst nach Jahren äußert sie sich durch chronische Erkrankung und Tumorbildung.
Leukozytose Anstieg der Leukozyten, d.h. der weißen Blut-Körperchen über den Normalwert, z.B. nachweisbar bei akuten infektiösen Prozessen.
Lithotripsie Zerkleinerung von Blasensteinen mit Hilfe einer Stoßwellen aussendenden Sonde.
Lungenödem Wasser in der Lunge durch Austritt von Flüssigkeit aus den Blutgefäßen in den Alveolen und Bronchuli. Es können entzündliche oder nichtentzündliche Ursachen vorliegen, wie z.B. bei Blutstauung in der Lunge infolge Insuffizienz des linken Herzens (= nichtentzündlich).
Lungenwürmer Protostrongyliden  Infektionen mit Protostrongyliden kommen oft als Mischinfektion mit verschiedenen Arten von Protostrongyliden vor. Protostrongyliden benötigen für ihre Entwicklung als Zwischenwirt Nackt- und Gehäuseschnecken.
Dityocaulus filaria = Großer Lungenwurm  Die großen Lungenwürmer gehören zu den Nematoden und sind nahezu weltweit verbreitet. Lungenwurmweibchen legen in den Bronchien und der Luftföhre bereits weit entwickelte Eier, die zum Teil schon in den Luftwegen schlüpfen.
Lymphom Entzündliche, gutartige Vergrößerung der Lymphknoten
Luxation Verrenkung, Ausrenkung: Dauernde, vollständige Verlagerung der Gelenkflächen. Unter gleichzeitiger Zerreißung von Teilen der Gelenkkapsel oder des Bandapparates.
Metastase Tochtergeschwulst:  Erneutes Auftreten desselben Krankheitsprozesses von der ersten Erscheinungsstelle entfernt an einer anderen Körperstelle durch Verschleppung lebender, unbelebter, gelöster oder ungelöster Materie (Tumorzellen, Mikroben, infizierter Embolus, Parasiten, Kohlenstaub, Pigment, Kalk usw.).
Miosis Pupillenverengung: Eine Miosis kann vorkommen bei entzündlichen Vorgängen der Uvea ( = mittlere Augenhaut), nach Gewalteinwirkung auf die Iris, Gehirnerkrankungen, Vergiftungen mit Morphin oder Harnstoff, Infektionen (z.B. Staupe) oder medikamentös durch Miotika (Stoffgruppe der „Parasympathikomimetika“, z.B. Physostigmin, Pilokarpin).
Morbus Cushing Hyperkortisolismus. Das Cushing-Syndrom ist eine durch zu hohe Kortisol-Konzentrationen (Mengen) im Blut verursachte Erkrankung. Kortisol ist ein Hormon (körpereigener Signalstoff), das in der Nebennieren-Rinde gebildet wird und bedarfsabhängig ins Blut ausgeschüttet wird.
Mydriasis Pupillenerweiterung: Eine M. kann vorkommen infolge von Vergiftungen, Entzündungen der Netzhaut, Infektionen oder medikamentös durch Mydriatika (Stoffgruppe der „Parasympathikolytika“, z. B. Atropin, Scopolamin, oder „Sympathikomimetika“, z. B Cocain ).
Myasthenia gravis pseudoparalytica  Schwere Muskelschwäche
Nasal zur Nase gehörend
Neoplasie Neubildung, z. B. Tumor
Neuritis Nervenentzündung mit den typischen entzündlichen und mit Rückbildung einhergehenden Veränderungen an den betreffenden Nerven. Entstehung infektiös, nach äußerer Gewalteinwirkung und Vergiftung.
Nickhaut Drittes Augenlid: Am inneren Augenwinkel, durch Knorpel gestützt, inklusive zusätzlicher Tränendrüse
Nokardiose Infektionen der Unterhaut mit Fadenbakterien (Nokardien), die wie Pilze wachsen (Pseudomykose, Strahlenpilzerkrankung). Führen zu immer wieder aufbrechenden Abszessen der Haut, die durch großflächige Operationen ausgeschnitten und über Wochen mit Antibiotika behandelt werden müssen. Im Körper verursachen sie schwere blutig-eitrige Infektionen von Brust- und Bauchhöhle
Ödem Flüssigkeitsansammlung in Geweben wie Lunge und Haut.
Othämatom Ansammlung von Blut und Lymphe an der Außen– und / oder Innenseite der Ohrmuschel. Kommt bei allen Tieren, besonders aber beim Hund, vor. Bedeutung wegen nachfolgender Verformung des Ohres. Entsteht beim Hund infolge ständigen Kopfschüttelns bei Otitis externa .
Otitis Ohrenentzündung >externa: Ohrenzwang, Entzündung der häutigen Auskleidung des äußeren Gehörganges. Spezielle Erkrankung des Hundes, Bevorzugung langhaariger Hunde mit Hängeohren. Das Leiden hat meist chronischen Charakter . Neben medikamentöser Therapie Otitisoperation mit dem Ziel der Belüftung und Förderung des Abflusses
Otitis Ohrenentzündung  .>interna: Entzündung des Innenohrs. Bei Tieren selten und dann meist fortgeleitete Entzündung der Paukenhöhle
Ovar Eierstock, produziert Eizellen und Eierstockshormone (hauptsächlich Östrogene und Progesteron )
Pankreas   Bauchspeicheldrüse
Paralyse schlaffe Lähmung
Parese Krampfige Lähmung
Patella Kniescheibe
Perforation Durchbohrung
Plasmaexpander Lösung zur Infusion, die als eine Art künstlicher Blutplasma-Ersatz den Blutdruck bei Blutverlust länger aufrechterhält, da sie langsam abgebaut wird.
Plazenta Mutterkuchen, Stoffaustauschorgan zwischen Mutter und Frucht
Polydypsie Vermehrtes Trinken
Polyurie Vermehrter Harnabsatz, krankhaft bedingt bei Diabetes, aber auch bei therapeutischen Maßnahmen, z. B. Ödemausschwemmung
Präputialkatarrh Entzündung der Schleimhaut des Präputiums (Vorhaut)
Präputium  Vorhaut
Prostata Die Prostata ist eine exokrine Drüse mit Ausführungsgängen in die Harnröhre. Sie besteht aus circa 30 bis 50 Einzeldrüsen, genauer tubuloalveolären Drüsen. Diese produzieren ein Sekret, das bei der Ejakulation in die Harnröhre abgegeben wird und sich dort mit dem Samen vermischt.
Protostrongyliden  siehe Lungenwürmer
Prototheken  werden zu den Algen gezählt, nehmen im Grunde aber eine Zwischenstellung zwischen Algen und Pilzen ein
Protothekose  Infektionskrankheit hervorgerufen durch Prototheken
Prothrombin, Thrombin Kommt es zu einer Verletzung von Gewebe, so wird Prothrombin zu Thrombin aktiviert. Die Verletzung kann mittels Fibrin und aktivierter Thrombozyten verklebt werden, solange sie nicht zu groß ist und der Blutverlust nicht ein letales Maß überschreitet.
Prophylaxe Vorbeugung
Pylorus Schließmuskelmechanismus am Magenausgang, sogenannter Magenpförtner.
Pyometra Eitrige Entzündung der Gebärmutter mit Ansammlung des Eiters im Uterus (Gebärmutter).
Resorption, resorbieren   Aufnehmen. Körpergewebe hat die Fähigkeit, Flüssigkeiten, Luft oder Medikamente in sich aufzunehmen und im Körper zu verteilen.
Rektal über den Mastdarm, zum Mastdarm gehörend, mit dem Mastdarm in Verbindung stehend
Reißzahn Größter Backenzahn
Ruptur  Zerreißung, Riss im Gewebe
Salivation Gesteigerte Speichelsekretion
Schlittenfahren Der Hund »fährt Schlitten«, wenn er sich auf seine Analregion setzt, die Hinterbeine nach vorne streckt und mit Hilfe der Vorderbeine sein Hinterteil über den Boden zieht. Der Hund tut dies bei analem Juckreiz, wenn sein After verklebt ist oder die Analdrüsen entzündet sind, gelegentlich auch, wenn er Würmer hat.
Sedation Beruhigung, Dämpfung
Sekretolytika Sekret lösende Medikamente, die den Schleim bei Entzündungen der Bronchien verflüssigen. Er kann dadurch leichter ausgehustet werden.
Sekundärinfektion Auf eine meist durch Viren ausgelöste erste Infektion, die den Körper schwächt, folgt eine zweite Infektion durch Bakterien oder Pilze.
Sepsis  Blutvergiftung
Serologische Untersuchung Nachweis von Antikörpern einer bestimmten Krankheit im Blut. Sind sie vorhanden, hat sich der Hund mit dem Erreger bereits früher einmal auseinandergesetzt.
Serum, Plasma Blutflüssigkeit
Sklerose Verhärtung von Gewebe und Organen durch Zunahme von Faserbindegewebe
Skrotum  Hodensack
Spasmolytika Krampflösende Medikamente.
Spondylarthrose reaktive Arthrose der kleinen Wirbelgelenke bei fortgeschrittenem, degenerativem Bandscheibenschaden
Stenosestenos  = eng, schmal, klein. Eine Stenose ist eine Einengung bzw. Verengung eines Hohlorganes (z.B. Blutgefäß) oder einer Durchtrittsöffnung
Sterilisierung Chirurgisch: Unfruchtbarmachung ohne Entfernung der Keimdrüsen bei Erhaltung des Geschlechtstriebes und der Geschlechtsmerkmale.
Hygienisch: Keimfreimachung
Stomatitis Entzündung der Mundschleimhaut infolge chemischer, giftiger, physikalischer oder infektiöser Einflüsse.
Sulfonamide Medikamente, die ähnlich wie Antibiotika die Entwicklung und Vermehrung von Bakterien hemmen.
subcutan, sc Unter die Haut (injizieren)
Synapse Kontaktstelle zwischen Nervenzellen bzw. zwischen Nervenzellen und anderen Zellen
Titer  Titer sind Maßangaben für Verdünnungen von Antikörpern oder Antigenen, die gerade noch eine positive Antigen-Antikörper-Reaktion ergeben. Der Titer gibt also die Verdünnungsstufe an, bei der ein diagnostischer Test noch positiv ist.
Thromboembolie Verstopfung der Arterien durch ein Blutgerinnsel, vorwiegend am Herzen (Herzinfarkt).
Tonsillen  Mandeln
Tonsillits Mandelentzündung. Kommt beim Hund häufig vor. Auftreten selbständig oder als Symptom wichtiger Infektionskrankheiten in verschiedenen Formen
Totvakzine Impfstoff aus abgetöteten Erregern.
Toxine Giftige oder schädliche Substanzen chemischen, industriellen oder natürlichen Ursprungs.
 toxisch  giftig
Toxocara canis Hundespulwurm
Toxoplasmose Toxoplasmose ist eine Infektionskrankheit, die durch den Parasiten Toxoplasma gondii übertragen wird. Zoonose
Trachea Luftröhre
Urämie Zustand der Selbstvergiftung durch Urinsubstanzen im Körper bei schwerem Nierenschaden oder Nierenversagen.
Vakzinierung  Impfung von Lebend-Vakzinen, die im Körper eine Immunität durch die Bildung von Antikörpern hervorruft (aktive Impfung)
Vomitus  Erbrechen
Wundbrand, Gasbrand Infektion einer Wunde mit gasbildenden Bakterien (Clostridien). Führt zu starker Rötung der Haut mit »Knistern« der Unterhaut (durch Gasbläschen) und hohem Fieber.
Zentralnervöse Störungen Bewegungsstörungen, die vom Gehirn oder Rückenmark ausgehen. Taumeln, steifer oder schwankender Gang, Krämpfe, epileptische Anfälle.
ZNS Zentrales Nerven System
Zoonose Infektionskrankheit, bei der Mensch und Tier betroffen sein können, z.B. Tollwut und Toxoplasmose.
Zystostatika Medikamente, die eine Zellvermehrung (Wucherung) hemmen und zur Bekämpfung von Krebs eingesetzt werden.

 

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