Was sagt ein Zwingername aus?                                                                               zurück

 

Bei der Anschauung einer Ahnentafel ist wichtig, dass es ein Tier ist, welches ich gerade betrachte. Der Zwingername ist dabei völlig unbedeutend, da er über das individuelle Tier nichts aussagt, auch nicht über den Verwandtschaftsgrad, sondern lediglich Auskunft darüber gibt, in welcher Zuchtstätte dieses Tier gezüchtet wurde. Die Namen langjähriger Traditionszwinger treten dabei häufiger auf, als die Namen der Zuchtstätten, in denen die Züchter als familiäres Hobby ein bis zwei Würfe mit ihrer Hündin machen und dann die Zucht wieder einstellen. Es ist kein Unterschied, ob die Mutterhündin und die Tochter den gleichen oder verschiedene Zwingernamen tragen, da die verwandtschaftliche Beziehung die gleiche ist, nämlich Mutter/Tochter. Manchmal findet man den gleichen Namen einer Zuchtstätte in der väterlichen und mütterlichen Linie wieder, da es sich aber nicht um die gleichen Tiere handelt, ist es auch keine Linienzucht, wie häufig irrtümlich angenommen wird.

Der Begriff „dominierender Zwinger“ wird gern als Diffamierung verwendet. Dieser Begriff will doch suggerieren, dass hier ein Massenzüchter am Werke sei. Dabei besagt er eigentlich in Liebhaberzuchten nur, dass die Zuchtstätte über viele Jahre besteht und der Züchter seine gezüchteten Tiere an die bestehende Population durch Gesundheitsuntersuchungen und Körung heranführt. Realistisch betrachtet ist dieser Züchter mehr Vorbild als Dominanz und für die Rasse ein Gewinn. Ein Züchter, der sich im Laufe der Jahre durch das Alphabet gezüchtet hat, ist in der Regel kompetent und hat intime Kenntnisse seiner Rasse, die er meist auch an andere Züchter weitergibt, solange er auch dafür geachtet und nicht geächtet wird.